Wachtberg/Meckenheim: In der Osterzeit hat die Pfarrei St. Marien und St. Johannes der Täufer einen besonderen Fotowettbewerb durchgeführt. Unter dem Titel „Wo ist Ihr Ort der Vertrautheit – Ihr Ort der Freundschaft mit Gott – in unserer Pfarrei?“ waren Gemeindemitglieder eingeladen, einen persönlichen spirituellen Ort fotografisch festzuhalten und in wenigen Worten zu beschreiben. Die Aktion knüpft bewusst an die geistliche Vision des Erzbistums Köln an, in der „Orte der Vertrautheit und Freundschaft mit Gott“ eine zentrale Rolle spielen.
Die Resonanz war vielfältig: Eingereicht wurden Bilder von Kirchenräumen, Naturwegen, stillen Plätzen und Orten, die mit persönlichen Glaubenserfahrungen verbunden sind – von Erinnerungen an Sakramente bis hin zu Wegen, die in Gemeinschaft gegangen werden. Simon Schmidbaur, Bereichsleiter für Strategie und Evangelisierung im Erzbischöflichen Generalvikariat, zog die Gewinner. Sein Bereich begleitet maßgeblich den Transformationsprozess im Erzbistum Köln. Er betonte die Bedeutung solcher spirituellen Erfahrungsorte: „Erfahrungsorte des Glaubens sind gewissermaßen das Herzstück der geistlichen Vision für die Kirche im Erzbistum Köln. Damit sind Orte gemeint, an denen wir Gemeinschaft mit anderen finden. Vor allem aber auch Gemeinschaft mit Gott. Eine Gemeinschaft, die sogar zur Vertrautheit wird. Diese Orte der Vertrautheit mit Gott können ganz unterschiedliche Orte sein. Ich finde es daher großartig, dass die Pfarrei […] dazu eingeladen hat, den je eigenen Erfahrungsort des Glaubens zu entdecken und mit anderen zu teilen!“
Gemeindereferentin Annette Daniel, Initiatorin des Wettbewerbs, hob die persönliche Dimension der Einsendungen hervor: „An den Einsendungen haben wir gesehen, wie vielfältig dieser Ort sein kann: eine Kirche, in der Natur, zu Hause… Die mitgeschickten Erklärungen haben deutlich gemacht, dass es immer Orte sind, mit denen jede und jeder ganz persönlich etwas verbindet.“ Die eingereichten Beschreibungen zeigten, wie unterschiedlich diese Orte erlebt werden: Manche verbinden sie mit prägenden Glaubensmomenten wie Taufe oder Erstkommunion, andere mit Ruhe und persönlichem Gebet oder mit Wegen, die in Gemeinschaft gegangen werden und spirituelle Nähe vermitteln. Pfarrer Michael Maxeiner unterstrich die Bedeutung solcher Orte für das Glaubensleben: „Wir alle brauchen diese Orte der Vertrautheit und der Freundschaft mit Gott. Sie wollen uns auf unserem Glaubensweg begleiten, damit wir Kraft, Zuversicht und Hoffnung erfahren.“ Er lädt die Gemeinde ein, weiterhin darüber nachzudenken, wo solche Orte im eigenen Leben zu finden sind und diese miteinander zu teilen.
Die Preisverleihung fand bei strahlendem Wetter im Anschluss an die gut besuchte Pfingstmontagsmesse zwischen Kirche und Pfarrheim in Wormersdorf statt. Hier wurde den Gewinner/innen die Preise verliehen: 1. Platz Lotta Engbert, 2.Platz Renate Weiss und 3. Platz Georg Kluth.
Die Fotos werden u.a. auf der Homepage (www.katholisch-wachtberg-meckenheim.de), am Schaukasten des Pastoralbüros und in den Pfarrnachrichten zu sehen sein.
