Am 7. September 1986 besuchte der Pfarrer der Gemeinde James A. Asare Meckenheim.
In einem Gottesdienst mit dem Erzbischof von Köln, Kardinal Joseph Höffner wurde die Partnerschaft besiegelt.
Im November reisten Harry Neyer und Dr. Ernst Schmied zu einem Gegenbesuch nach Kumasi.
In Meckenheim fanden sehr viele größere und kleinere Aktionen statt, um die Kenntnisse über Ghana und Afrika im allgemeinen zu verbessern:
Trommelkurse, Vorträge, Filmvorführungen, Ausflüge zum Afrika Museum in den Niederlanden, Kochen mit afrikanischen Gerichten, Fußballturniere und Spendenläufe, Auftritte der Chöre Ba Monimambu und Kinduku, die beide ausschließlich afrikanische Lieder in Originalsprache und mit Trommelbegleitung singen.
In vielen Gottesdiensten, insbesondere an den Partnerschaftsfesten, wird an die Partnergemeinde gedacht und im Gebet Weltkirche gelebt.
Wiederholt besuchten junge Menschen aus Meckenheim für längere Zeit die Partnergemeinde.
2004 wird mit anderen Gruppen eine „Eine-Welt-Woche“ in Meckenheim und Rheinbach organisiert mit vielen Veranstaltungen zu entwicklungspolitischen Inhalten.
Bis 2025 organisierte der Partnerschaftsausschuss einen Stand beim Altstadtfest mit Verkauf von ghanaischen Produkten und einem Essensangebot (immer dabei: Hähnchen in Erdnusssoße und Reis).
Mit den eingenommenen Gelder und vielen Spenden wurden in der Partnergemeinde insbesondere die Ausbildung von jungen Menschen gefördert. Einrichtung einer Werkstatt, Unterstützung für die gemeindeeigene Schule für Hauswirtschaft, Unterstützung von Familien, damit die Kinder möglichst lange die Schule besuchen können, ab 2017 Förderung der gemeindeeigenen allgemeinbildenden Schule. Daneben wurden ab 2011 die „Green Ladies and Gentlemen“ unterstützt. Sie sind freiwillige Helfer, die alle eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf haben und jeden Sonntag den Gemeindemitgliedern mit Tests (z.B. auf Malaria, Bluthochdruck, Zucker …) und Rat zur Verfügung stehen. In jedem Jahr gab eine Hilfe für die Caritas der Partnergemeinde.
Die gegenseitigen Besuche waren ein zentraler Teil der Partnerschaft. Sie vermitteln einen ungefilterten Eindruck von der jeweils andern Gemeinde und den Lebensumständen im anderen Land. Die Eindrücke könne gleich in Gesprächen vertieft werden.
Wichtig sind dabei die erlebten Gottesdienste. Die Meckenheimer äußern sich immer wieder beeindruckt von der Lebendigkeit der Gottesdienste in St. Paul. Für die Ghanaer sind die Gottesdienste hier sehr ruhig. Viele Gemeindemitglieder in Kumasi können das Lied „Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ ohne Probleme mitsingen.
Jeder Besucher erfährt unmittelbar die gewaltigen Unterschiede im Lebensstandard.
In Ghana kann man erleben, wie in der demokratische Staatsform den traditionellen Königen noch wichtige Funktionen zugeordnet werden. Der Stadtteilkönig von New Amakom ist Mitglied der Gemeinde St. Paul.
Die Ghanaer erleben hier einen stark zeitlich getakteten Tagesablauf, bei dem es auf Pünktlichkeit ankommt. Sie erleben aber auch eine alternde Gesellschaft, die ganz andere Probleme hat als die junge ghanaische.
Alle Pfarrer von St. Paul haben Meckenheim besucht. Aus Meckenheim besuchte Kaplan Dürig 1989 St. Paul.
Insgesamt besuchten 22 Gruppen aus Meckenheim St. Paul in Kumasi. In Meckenheim waren 27 Gruppen aus Kumasi zu Gast.
2014/5 erhielt die Ghanapartnerschaft dafür drei Preise:
- Entwicklungspolitischer Ehrenpreis von MISEREOR und dem Diözesanrat der Katholiken Köln
- Ehrenpreis der SPD Rhein-Sieg
- Ehrennadel der Stadt Meckenheim für ehrenamtliches Engagement