Die katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Johannes der Täufer (Wachtberg und Meckenheim) hat Andrea Neu, die langjährige ehrenamtliche Leiterin der ZUGABE, feierlich verabschiedet. Gleichzeitig wurde im Kreis der mittlerweile auf 25 Frauen und Männer angewachsenen ehrenamtlichen Mitarbeitenden das neue siebenköpfige Leitungsteam eingeführt. Mit großem Dank würdigte die Pfarrgemeinde das außergewöhnliche Engagement von Andrea Neu für das caritative Projekt, das seit 2013 eine „Tafel-ähnliche“ Hilfe für Menschen in Not bietet. Zugleich ruft die Kirchengemeinde dazu auf, die Arbeit der ZUGABE weiterhin tatkräftig zu unterstützen – durch ehrenamtliche Mitarbeit und Spenden.
Langjährige Leiterin verabschiedet – Neues Leitungsteam, Ehrenamtliche und Spender dringend gesucht

Viele Jahre Herz, Kopf und Hände der ZUGABE
Die Aktion ZUGABE wurde im Mai 2013 auf Initiative des seinerzeit in Wachtberg tätigen Diakons Ludger Roos und dem Sachausschuss „pro caritate“ heraus gegründet. Neben ihm und Andrea Neu wurden als Gründungsmitglieder auch die immer noch aktiven Conny Schliebusch und Josef von Radowitz gewürdigt.
Seit der Gründung ist die ZUGABE als Ausgabestelle für haltbare Lebensmittel und lagerfähige Artikel des täglichen Bedarfs aus dem caritativen Leben der Gemeinde Wachtberg nicht mehr wegzudenken. Zurzeit werden über 100 Haushalte mit weit über 300 Personen verschiedener Konfessionen, Kulturen und Herkunftsländer unterstützt. Im Jahr 2025 wurden pro Monat durchschnittlich Waren im Wert von rund 3.000 Euro ausgegeben. Die Hilfe, die 2013 als Unterstützung für Wachtberger Menschen in Not startete, wird seit 2015 auch den in Wachtberg wohnhaften Flüchtlingen angeboten, die hier Schutz und ein neues Zuhause suchen.
Pfarrer Michael Maxeiner würdigte in seiner Ansprache besonders das große langjährige Engagement von Andrea Neu und sprach ihr den Dank der gesamten Pfarrgemeinde aus. Zunächst gemeinsam mit der 2024 verstorbenen Josi Duell habe sie viele Jahre die Verantwortung für die ZUGABE getragen und ihre Arbeit mit Herz, Kopf und Hand geprägt.
Rückblickend sagt Andrea Neu selbst: „Die ZUGABE hat eine langjährige Geschichte, von Erfolg mag ich verständlicherweise in diesem Zusammenhang nur eingeschränkt sprechen; wir müssen uns stattdessen immer vor Augen halten: ohne finanzielle Not bräuchte es nicht ein solches Projekt wie die ZUGABE. Aber genau hiermit zeigt Wachtberg mit allen Mitarbeitenden der ZUGABE sowie dank aller Spenderinnen und Spendern, wie Christ-Sein geht. Ein Teil dieser Gemeinschaft gewesen zu sein, macht mich ungemein stolz.“ Und weiter: „Diese Arbeit war für mich etwas ganz Besonderes, das mich stets aufs Neue Nächstenliebe und Gottvertrauen lehrte.“
Neues siebenköpfiges Leitungsteam übernimmt Verantwortung
Mit dem Abschied von Andrea Neu übernimmt ein neues siebenköpfiges Leitungsteam aus dem Kreis der Ehrenamtlichen die Verantwortung für die ZUGABE: Ursula Bartz, Martina Bernard, Dagmar Kleisinger, Peter Rest, Conny Schliebusch, Beate Schweisshelm und Martin Vehrenberg.
Andrea Neu blickt zuversichtlich auf das neue Leitungsteams: „Jedes Ende birgt einen neuen Anfang. Ich bin zuversichtlich, dass das 7köpfige Leitungsteam, das sich nun gefunden hat, gute Ideen entwickeln wird, die ZUGABE neu zu gestalten und zu bereichern. Ein regelmäßiger enger Austausch, vielleicht auch die ein oder andere konstruktive Diskussion werden dieses wunderbare karitative Projekt nicht nur sichern, sondern neu beleben.“
Pfarrer Maxeiner erinnerte in seiner Rede daran, dass Caritas nicht ein „Zusatzprogramm“ der Kirche sei, sondern zu ihrem Kern gehöre: „Genau das geschieht bei der ZUGABE: Hier wird das Evangelium in helfenden Händen, offenen Ohren und offenen Herzen konkret.“
Der Abend der Verabschiedung wurde in fröhlicher Stimmung mit guten Gesprächen bei Fingerfood und kalten Getränken beschlossen.
Unterstützung durch Ehrenamtliche dringend gesucht
Damit dieses Engagement weitergehen kann, braucht die ZUGABE zusätzliche Unterstützung. Derzeit sind rund 25 Ehrenamtliche im Einsatz – beim Einkauf, Sortieren, Auszeichnen, bei der Ausgabe der Waren sowie in der Organisation und Verwaltung. Angesichts steigender Nachfrage ist der Bedarf an weiteren Helferinnen und Helfern jedoch groß. Die Kirchengemeinde ruft daher Menschen in Wachtberg dazu auf, sich ehrenamtlich einzubringen: bei der Vorbereitung und Ausgabe von Lebensmitteln, beim Sortieren und Kennzeichnen der Waren und in organisatorischen und administrativen Aufgaben.
Wer die ZUGABE durch ehrenamtliches Engagement unterstützen möchte, kann sich wenden an: Martin Vehrenberg, E-Mail: vehrenberg@gmx.net
Spenden sichern die Zukunft der ZUGABE
Besondere Erwähnung findet die kontinuierliche Unterstützung der Aktion ZUGABE durch die Wachtberger Bürgerinnen und Bürger, die durch ihre Spenden die Hilfen der ZUGABE im Umfang von ca. 30.000 Euro im Jahr erst möglich machen. „Große Hilfe erfährt die ZUGABE auch von den Helferinnen und Helfern von Foodsharing, Ortsgruppe Wachtberg, die jeweils vor den Ausgabetagen Lebensmittel bringen, die vor der Vernichtung gerettet wurden. Immer wieder ist auch die Tafel Rheinbach-Meckenheim in der Lage, die ZUGABE an ihren Lebensmittelspenden teilhaben zu lassen. All diese Lebensmittel werden der Kundschaft in der Regel unentgeltlich zur Verfügung gestellt“, berichtet Martin Vehrenberg.
Neben dieser Unterstützung sind Geldspenden für die ZUGABE von existenzieller Bedeutung. Große Sammelaktionen mit Sachspenden können wegen des hohen organisatorischen Aufwandes und der wachsenden Kundenzahl derzeit nur begrenzt durchgeführt werden. Um die Regale verlässlich füllen zu können, muss daher regelmäßig zu Sach- und insbesondere Geldspenden aufgerufen werden. Jeder Beitrag hilft, die Hilfe für Menschen in Not langfristig zu sichern.
Spendenkonto ZUGABE
Volksbank Euskirchen eG
Kontoinhaber:
Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Johannes der Täufer
Wachtberg und Meckenheim
Stichwort: ZUGABE
IBAN: DE23 3826 0082 2507 3700 23
BIC: GENODED1EVB