Unter dem zur Zeit der Gründung der ZUGABE bestehenden Sachausschuss des Pfarrgemeinderates der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien Wachtberg „pro caritate“, ein Ausschuss für die Arbeit der Caritas, für die Eine Welt und den Frieden, wurde im Jahr 2013 eine „Tafel-ähnliche“ Hilfe für Wachtberger Menschen ins Leben gerufen. Diese nahm sich zur Aufgabe, Menschen in Notsituationen zusätzlich zu bereits vorhandenen Hilfsangeboten von Bund, Land und Kommune zu unterstützen.
So ging im Mai 2013 die ZUGABE an den Start, eine Ausgabestelle für haltbare Lebensmittel und lagerfähige Artikel des täglichen Bedarfs. Es wurde ein geeigneter Raum und eine vernünftige Lagerstätte gefunden, die räumlich mit dem Pfarrheim Berkum zusammenliegen; so konnte man den zweiten Plan, den ZUGABE-Kunden neben dem Einkauf ein Begegnungscafé anzubieten, ebenfalls in die Tat umsetzen.
Im 14. Jahr ihres Bestehens ist die ZUGABE aus dem caritativen Leben der Gemeinde Wachtberg nicht mehr wegzudenken. Zurzeit werden knapp 100 Haushalte mit rund 330 Personen verschiedener Konfessionen, Kulturen und Herkunftsländer betreut. Im ablaufenden Jahr 2025 wurden pro Monat durchschnittlich 3.000,- € an Waren abgegeben. Die Hilfe, die in 2013 als Unterstützung für Wachtberger Menschen in Not startete, wird seit 2015 auch allen Familien mit Kindern angeboten, die nach der Flucht aus ihren Heimatländern in Wachtberg gestrandet sind und hier bei uns ein neues Zuhause suchen.
Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie kamen die von der ZUGABE benötigten Waren in der Regel durch verschiedene Sachspenden zusammen: Aktionstage am hiesigen Einkaufszentrum Wachtberg, Sammlungen zu Erntedank, an den Weihnachtskrippen unserer Kirchen, in ortsansässigen Schulen und Kindergärten sowie durch unzählige Privatspenden; zusätzlich konnte dank großzügiger Geldspenden das benötigte Warenangebot durch bedarfsgerechten Einkauf vergrößert werden.
Bisher hat das Team der ZUGABE solche großen Sammelaktionen noch nicht wieder aufgenommen, bei denen die benötigten Sachspenden erbeten werden. Diese Aktionstage verlangen einen immensen Einsatz des ZUGABE-Teams, der in Zeiten stetig wachsender Kundschaft anderweitig benötigt wird.
So gewinnen die Geldspenden, die wir auf das ZUGABEeigene Konto erbitten, immer größere Bedeutung. Vorher bereits benötigt, da nicht genug Sachspenden vorhanden, sind sie nun existenziell wichtig für das Fortbestehen dieses caritativen Projektes.
Ein herzlicher Dank sei an dieser Stelle den vielen Spenderinnen und Spendern aus Wachtberg und Umgebung gesagt, dank derer die ZUGABE dieses soziale Engagement anbieten und bewältigen kann.
22 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit für die ZUGABE im Einsatz. Sie helfen beim Einkauf, während der Ausgaben, beim Sortieren und Bepunkten der Waren sowie im administrativen Bereich. Dieser Kreis von Helferinnen und Helfern setzt viele Stunden der Freizeit ein, um mit großer Freude und Tatkraft die ZUGABE zu unterstützen.
Große Hilfe erfahren wir auch von vielen Helferinnen und Helfern von Foodsharing, Ortsgruppe Wachtberg, die sich bemühen, jeweils vor den Ausgabetagen der ZUGABE Lebensmittel zu bringen, die vor der Vernichtung gerettet wurden. So haben die Kundinnen und Kunden der ZUGABE die Möglichkeit, neben den haltbaren Waren auch Obst, Gemüse, Molkereiprodukte und Wurstwaren sowie Backwaren mitzunehmen. Immer wieder ist auch die Tafel Rheinbach-Meckenheim in der Lage, die ZUGABE an ihren Lebensmittel-Spenden teilhaben zu lassen. All diese Lebensmittel werden der Kundschaft in der Regel unentgeltlich zur Verfügung gestellt.